Gesundheit: IPL hilft bei Akne

Gesundheit: IPL hilft bei Akne

Akne: schöne, gesunde Haut mit IPL
Akne ist die verbreiteste Hautkrankheit der Welt, die vor allem bei starker Ausprägung zu hautgesundheitlichen Problemen, wie entzündeten Pickeln und infolge dessen auch Narben führt. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern werden auch von Betroffenen und Betrachtern als hässlicher Makel empfunden. Häufig führt dies zu großer psychischer Belastung bei den Aknepatienten. IPL ist eine wirksame Methode im Kampf gegen Akne, insbesondere Akne vulgaris.


IPL ist vielfältig einsetzbar

IPL kennt man häufig im Zusammenhang mit der dauerhaften Haarentfernung. Es wird aber auch für andere Körperbehandlungen eingesetzt. Das Akronym IPL steht für den englischen Ausdruck „intense pulsed light“, auf Deutsch „intensiv gepulstes Licht“. IPL ist eine Methode zur Haarentfernung, die mit dem kompletten Spektrum einer IPL-Xenonlicht-Quelle (380 bis 1400 Nanometer) arbeitet. Mit verschiedenen Filtern kann man das Spektrum der Xenonlampe auf den für die jeweilige Behandlung passenden Bereich beschränken. Die Lichtenergie der IPL-Blitzlichtlampe wird von verschiedenen Körpersubstanzen absorbiert und in Wärme umgewandelt, zum Beispiel von dem Haare und Haut färbenden Pigment Melanin (Haarentfernung) oder dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin (Aknebehandlung).

Überwiegend Jugendliche leiden unter Akne vulgaris

Akne ist die weltweit am Häufigsten auftretende Hautkrankheit. Es heißt, dass bis zu 90 Prozent aller Jugendlichen daran leiden. Davon braucht bis zu einem Drittel eine Therapie mit Medikamenten gegen die Akne. Bei einer entzündlichen Akne vulgaris erkrankt vor allem der Talgdrüsenfollikel. Es produziert verstärkt Talg, gleichzeitig ist die Verhornung im Ausgang der Talgdrüse gestört. Anfangs bildet sich ein nichtentzündliches sogenanntes Komedon (Mitesser), das in Folge zu entzündeten Papeln, Pusteln oder Knoten werden kann. Man weiß heute: Die Bakterien des Stammes Propionibacterium acnes, die die entzündete Haut (Wunde) besiedeln und sich von dem Talg ernähren, spielen im weiteren Verlauf der Entzündung eine wichtige Rolle. Sie gelten als Erreger der Akne vulgaris (auch gewöhnliche Akne oder entzündliche Akne genannt).

Die Wirkung von IPL gegen Akne ist wissenschaftlich belegt

Das Hämoglobin in den dicht unter der Haut verlaufenden Adern und Äderchen wird beim Beblitzen mit IPL erhitzt und sorgt infolge dessen für kleine Verletzungen der Talgdrüsen. Diese produzieren daraufhin weniger Talg. Außerdem werden die für die Akne verantwortlich gemachten Bakterien Propionibacterium acnes von der Hitze abgetötet, wie eine aktuelle deutsche Studie belegen konnte. Die Wirkung von IPL gegen Akne gilt als erwiesen. In einer Hautstudie des Hautzentrums München Ost KG zeigten die Hautärztinnen Dr. Elke Roser-Maaß und Dr. Ulrike Schwab-Przybilla, dass IPL bereits zwei Tage nach der ersten Behandlung für eine eindeutige Reduktion der Entzündungen der Studienteilnehmer sorgte. In einer entsprechenden Pressemitteilung wird das Studienergebnis so zusammengefasst: „Der Erfolg jeder Sitzung ist innerhalb von wenigen Tagen sichtbar. Das Behandlungsergebnis hält für längere Zeit an und im Beobachtungszeitraum kam es zu keinem Rezidiv (Wiederauftreten der Krankheit oder Symptome – Anmerkung der Redaktion).“ Der Mittelwert der Verbesserung des Hautbildes beträgt demnach 49 Prozent. Bei schwerer Akne lag er sogar bei 67 Prozent. IPL kann laut Experten auch die Optik oberflächlicher und frischer (roter) Narben, die infolge von Akne entstanden, beeinflussen, so dass diese milder und somit unauffälliger ausfallen.

Die Behandlungsdauer richtet sich an die Größe der Behandlungsstelle

Das Glasprisma im Handstück einer IPL-Lampe, das zum Blitzen auf die Haut gesetzt wird, ist etwa drei Quadratzentimeter groß. Für die Bestrahlung des ganzen Gesichts benötigt man etwa eine halbe Stunde. Die Behandlung wird häufig in einem Zyklus von sechs bis acht Sitzungen angeboten, die üblicherweise innerhalb eines Monats durchgeführt werden. Die Kosten dafür sind abhängig von der Größe des zu behandelnden Hautareals.

Foto: Krzysztof Szpil-Fotolia.de

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